— 23.09.2026
Erster EM-Titel im Beach Sprint: Julia Tertünte gewinnt Gold im Mixed-Doppelzweier
Unsere Förderathletin Julia Tertünte hat bei der Coastal-Europameisterschaft in Spanien Historisches erreicht: Gemeinsam mit Moritz Wolff sicherte sie sich im Mixed-Doppelzweier die erste deutsche Goldmedaille im Beach Sprint und setzte damit ein wichtiges Ausrufezeichen im Hinblick auf die Olympsichen Spiele 2028.
Bei den European Rowing Coastal & Beach Sprint Championships im spanischen La Línea de la Concepción hat die Münsteraner Ruderin Julia Tertünte die Goldmedaille im Mixed-Doppelzweier (CMix2x) gewonnen. Gemeinsam mit ihrem Teampartner Moritz Wolff setzte sie sich im Finale gegen die favorisierte Vertretung aus Litauen durch. Für den Deutschen Ruderverband (DRV) ist dies der erste Europameistertitel im Seniorenbereich dieser Disziplin, die 2028 in Los Angeles erstmals Teil des olympischen Programms sein wird.
Organisatorische Verzögerungen im Achtelfinale
Der Wettkampfverlauf forderte von den Athleten vor allem organisatorische und mentale Flexibilität. Das Achtelfinalrennen gegen das schwedische Boot musste aufgrund von Protesten anderer Teams und notwendigen Kursanpassungen am Strand kurzfristig abgesagt und auf den folgenden Morgen verschoben werden. Tertünte, die mittlerweile auch als Sportsoldatin gefördert wird, bewältigte diese unerwartete Pause ohne Leistungsverlust und qualifizierte sich am Folgetag mit Wolff souverän für die nächsten Runden.
Taktische Stärke in den Finalrunden
Die Disziplin Beach Sprint kombiniert einen 50-Meter-Lauf am Strand, das Einsteigen in der Brandung, einen 250 Meter langen Slalomkurs auf dem Wasser um drei Bojen und den abschließenden Zielsprint an Land zum Zeitnahme-Buzzer.
Nach Siegen im Viertelfinale gegen die Niederlande und im Halbfinale gegen Polen zeigten Tertünte und Wolff im Finale gegen Litauen die technisch sauberste Leistung. Trotz schwieriger Strömungs- und Windverhältnisse steuerte das Duo den Coastal-Doppelzweier präzise um den Kurs und sicherte sich den Sieg mit einem deutlichen Vorsprung auf die litauische Crew.
Wichtiger Meilenstein für die Olympia-Vorbereitung
Bundestrainer Adrian Bretting bewertete das Ergebnis im Anschluss als verdienten Lohn für die kontinuierliche Entwicklung des Bootes in den vergangenen Monaten und sprach von einem wichtigen Befreiungsschlag für das gesamte deutsche Team.
Durch den EM-Titel hat sich Julia Tertünte in der nationalen und internationalen Spitze etabliert. Der Erfolg gilt als Richtwert für die langfristige Vorbereitung des Verbandes auf die Olympischen Spiele 2028.
Mit dem Europameistertitel im Gepäck richtet sich der Blick auf den nächsten Saisonhöhepunkt: Vom 18. bis 21. Oktober werden im chinesischen Qingdao die World Rowing Beach Sprint Finals ausgetragen.

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